BuiltWithNOF
Biografie

Die Band CAVILLATOR (lateinisch = der Spötter) wurde im November 1990 von Jens Sonnenberg (Gitarre, Gesang) und Rouven Thalhammer (Gesang) nach dem Split der Band ZADOK gegründet.
Aufgrund der üblichen musikalischen Differenzen wurde die Band ZADOK im Herbst 1990 aufgelöst und aus dieser entstanden dann CAVILLATOR und
OPPOSED TO VIOLENCE.

Schnell waren mit den Zwillingsbrüdern Fabian (Gitarre) und Henning Höfsäß (Drums) zwei neue und motivierte Mitstreiter gewonnen. Musikalisch wollte man eine anspruchsvolle Mischung aus Power/Speed und Thrash Metal mit dezenten progressiven Anteilen kreieren. Man wollte erreichen, dass man die Musik nicht einfach in eine Schublade stecken konnte. Textlich setzte man sich teilweise mit gesellschaftskritischen und politischen Themen auseinander.
Zu Anfang wurde noch mit drei Gitarren gearbeitet (Rouven spielte zusätzlich noch Gitarre) und war auch auf der Suche nach einem geeigneten Bassisten. Als sich nach einiger Zeit kein passender Bassist fand, sattelte Rouven von der Gitarre auf Bass um und übernahm ab diesem Zeitpunkt zusätzlich zum Gesang noch den Bass.

Der erste Auftritt folgte im Sommer 1991 in Pforzheim auf dem Rathausplatz im Rahmen einer Fahrrad-Demo für mehr Fahrradwege im Raum Pforzheim. Dieser Auftritt kam auch so gut an, dass so nach ca. einer Stunde die Polizei kam und der Gig unter polizeilicher Beobachtung fertig gespielt werden mußte... Hiermit war der Grundstein dafür gelegt, dass unser Freund und Helfer in den nächsten Jahren doch das ein oder andere Mal als Zuschauer die Gigs beeinflussten...

Ebenfalls im Sommer 1991 wurde im eigenen Proberaum mit einem 8-Spurgerät und jemandem der sich damit einigermaßen auskannte, das erste 4-Song-Demo „Gate To The Golden Age“ innerhalb von vier Tagen aufgenommen und abgemischt. Als Cover wurde ein Bild von H. R. Giger „ausgeliehen“. Für das Demo gab es reichlich gute Kritiken und man spielte auch so einige Auftritte in den darauffolgenden Jahren, u.a. mit den damals noch unbekannten Pyogenesis, die zu dieser Zeit noch richtigen Death Metal machten...

Ende 1993 stieg dann Fabian aus der Band aus, weil er sich mehr Zeit für sein Studium nehmen wollte. Der freie Platz an der Gitarre wurde recht schnell durch Oliver Hill, einen langen und guten Freund und Fan der Band besetzt.

Für die nächste tontechnische Attacke ging man im Jahre 1994 in ein 16-Spur-Tonstudio (das Sound & Words in Dürrn) in der näheren Umgebung, da das nächste Demo etwas professioneller aufgenommen werden sollte. Das zweite Demo „Circulation“ wurde im Juli und September 1994 aufgenommen, aber erst im März 1995 abgemischt, da es persönliche Probleme zwischen dem damaligen Studiobesitzer und dessen Techniker/Mitbesitzer gab. Erst nachdem diese Probleme beseitigt waren, konnte das Teil dann von einem weiteren Techniker abgemischt werden.
Eigentlich wurden im Juli 1994 nur 6 Songs plus div. kurze Instrumentalpassagen aufgenommen, aber dem damaligen Studiobesitzer gefiel das Material so gut, dass er evtl. eine komplette CD machen wollte und so wurden im September noch zwei weitere Songs aufgenommen.
Leider hatte sich das mit der CD nach den Aufnahmen wieder zerschlagen, weil man sich einerseits nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen konnte und andererseits noch die Streitereien zwischen dem Besitzer und seinem damaligen Techniker/Mitinhaber hinzukamen. Somit ist dann doch „nur“ ein Demo mit 5 Songs und drei kurzen Instrumentalpassagen entstanden.

Nach den Aufnahmen zu „Circulation“ entschloss sich Rouven dazu, den Bass an den Nagel zu hängen, damit er sich vollkommen auf den Gesang konzentrieren konnte. Der freie Posten wurde ebenfalls sehr schnell durch einen langjährigen Freund und Fan ausgefüllt und fortan bediente Oliver Schort die tiefen Töne.
Kurz nach der Veröffentlichung von „Circulation“ im Jahre 1995 hatte Jens einen schweren Arbeitsunfall, wodurch er für nahezu zwei Jahre bei der Band als Gitarrist ausfiel. Zu dieser Zeit kam dann Fabian kurzfristig wieder zurück, um der Band auszuhelfen.

Anfang 1996 hatte dann ein sogenannter „Produzent“ angeboten, die Band für mehrere Tage in sein Studio (gegen eine ordentliche Bezahlung natürlich) namens Pentagon Sound Production in Bergheim bei Köln einzuladen, um drei Songs für einen Sampler aufzunehmen, mit welchem der Produzent bei diversen Labels hausieren gehen wollte und den teilnehmenden Bands einen nahezu garantierten Plattenvertrag in Aussicht stellte. Nach einiger Überlegung wurde das „Angebot“ akzeptiert und so entstand im Sommer 1996 ein 3-Track Beitrag auf dem Sampler Children Of Tomorrow Vol.4 zusammen mit diversen anderen Bands unterschiedlicher Metalmusikrichtungen.
Für den Samplerbeitrag hatte Fabian auch die zweite Gitarre eingespielt und eine Freundin einige Gesangspassagen beigesteuert. Dieser Beitrag wurde übrigens mit 0 Punkten von Wolf-Rüdiger Mühlmann im Rock Hard belohnt.
Natürlich kam kein Plattenvertrag zustande, was auch unter anderem daran lag, dass die 90er einfach keine gute Zeit für eine nicht immer ganz eingängige Power/Speed Metal Band waren, da das Interesse an traditionelleren Bands sehr gering war. Der einzige der mit dieser Aktion gut Kohle machte, war der „Produzent“ selbst.

Frustriert verließ dann Ende 1996 Rouven die Band, weil er einfach keine Lust mehr hatte und das mit dem Sampler ebenfalls ein Reinfall war. Daraufhin übernahmen der wieder genesene Jens und Oliver Hill zusätzlich zu den Gitarren noch den Gesang, da man nach längerer Suche und mehreren Sängern keinen geeigneten Ersatz für Rouven fand. In dieser Besetzung spielte man auch noch einige Auftritte.

1997 wurde dann im eigenen Homestudio von Jens noch ein weiteres 4-Song Demo in Angriff genommen, da man sich kein richtiges Studio mehr leisten konnte und wollte. Hennig programmierte sein eigentliches komplettes Drumming 1:1 auf einem Drumcomputer ein, da es einfach nicht klappte, das Schlagzeug mit den eigenen Mitteln ordentlich aufzunehmen. Während der Aufnahmen verließ dann auch Oliver Schort die Band und das Demo wurde damals nicht mehr fertig gestellt.
Kurz darauf ging der Proberaum, ohne einen Ersatz, verloren und so wurde die Band nach einem letzten Gig, bei dem Oliver Schort nochmals Bass spielte, Ende 1997 erstmal aufgelöst, da insgesamt die Luft einfach raus war, ohne Proberaum, geeigneten Sänger, Bassisten, etc. weiterzumachen...
 

[Startseite] [Biografie] [Releases] [Besetzung] [Media] [Kontakt/Links] [Gästebuch]